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Esslingen 2022

Lettisches Lieder- und Tanzfest "Esslingen 75"

In Esslingen am Neckar

 

An den vier Festtagen vom 16. bis 19. Juni 2022 finden in Esslingen am Neckar zahlreiche Veranstaltungen, Vorträge, Konzerte und vieles mehr statt. Wir freuen uns auf zahlreiche Gäste, Besucher und Freunde, die zusammen mit uns lettische Tradition aufleben lassen, das Kulturgut feiern und gemeinsam ein Zeichen für Frieden und Freiheit setzen.

 

Auch nach 75 Jahren haben die Worte des Journalisten Valdemārs Kārkliņš eine wichtige Bedeutung und Kraft:

„Ein Fest des Zusammentreffens, der Verständigung und der Einheit organisieren!“

Zitat von Valdemārs Kārkliņš / Zeitschrift ”Sauksme” 1947

 

Die Schirmherrschaft des Festes übernimmt die ehemalige Staatspräsidentin Vaira Vīķe-Freiberga. Mit weiteren Gästen und VertreterInnen des Kulturministeriums, des Innenministeriums, von lettischen Organisationen und Verbänden aus Europa und anderen Teilen der Welt ist zu rechnen. Die TeilnehmerInnen sind lettische Chöre, Volkstanz- und Folkloregruppen, sowohl aus der lettischen Diaspora weltweit, als auch aus Lettland. Insgesamt haben sich 56 Gruppen, entsprechend ca. 900 TeilnehmerInnen angemeldet.

 

Hier können Sie zu den einzelnen Veranstaltungen weitere Informationen finden und auch gleich die entsprechenden Tickets erwerben. Zahlreiche Veranstaltungen sind kostenlos, Einzelheiten hierzu können Sie unserer Übersicht entnehmen.

 

Hier können Sie Tickets erwerben!

 


Eintrittspreise

Übersicht der Veranstaltungen

 

Erinnerungen an Esslingen

Buchvorstellung der deutschen Ausgabe von “Erinnerungen an Esslingen“

In deutscher Sprache

 

Donnerstag, 16. Juni 16:00 Uhr

Cafe am Rathaus-BaRista in Esslingen am Neckar

 

Über die Geschichte erzählen allerlei Geschichtsbücher, historische Dokumente oder Publikationen. Aber was erzählt ein kleiner Junge, ein kleines Mädchen, eine junge Mutter, die Oma oder der Opa? Sie alle erzählen von ihren Erinnerungen. Manchmal sind es alltägliche Szenen, unwichtige Ereignisse für die Leserinnen und Leser. Für das kleine Kind aber sind es doch so bedeutsame Ereignisse, das er oder sie sich auch noch nach siebzig Jahren daran erinnert.

Im Jahr 2017 wurden die Erinnerungen von Lettinnen und Letten, die zwischen 1945 bis in die 1950er Jahre im lettischen Flüchtlingslager Esslingen als Displaced Persons (DP) lebten, gesammelt, und im Buch “Erinnerungen an Esslingen” veröffentlicht.

 

Aus diesen Erinnerungen bekommt die Leserin und der Leser einen Eindruck, wie das Leben seinerzeit war, wie das Zusammentreffen der Kulturen ablief, wie der Zusammenhalt der Menschen untereinander war und welche Bedeutung Bildung und Kultur hatten. Es werden die Beziehungen zwischen den Einheimischen und den Neuankömmlingen geschildert, und der Leser wird spätestens aus diesem Buch erfahren, dass die Stadt Esslingen ein eigenes Libretto “Eslingena” hat. Wie es dazu kam und was es damit auf sich hat wird an dieser Stelle nicht verraten.

Wir laden Sie hiermit herzlich zur Buchvorstellung der deutschen Ausgabe von “Erinnerungen an Esslingen” ein! Sie werden manches über die Entstehung des Buches erfahren und Auszüge daraus hören. Die Idee- und Buchautorin Ligita Kovtuna sowie einige Autorinnen und Autoren der Erzählungen stehen Ihnen danach Rede und Antwort.

 

Eintritt: kostenlos

 

 

Tanzfilm

Multimedialer Tanzfilm „Geschmückt mit lettischen Zeichen“

 

Donnerstag, 16. Juni 17:00 Uhr

Freitag, 17. Juni 14:00 Uhr

Traumpalast in Esslingen am Neckar

 

Lettische Originalfassung mit englischen Untertiteln

 

In jenem Augenblick, wenn auf der Bühne plötzlich die Lichter erlöschen und die Tänzerin oder der Tänzer sich bewußt wird, ganz allein in einer digitaler Umgebung zu sein, muß der Weg zurück zum Zuschauer von neuem gesucht werden. Nur indem man in sich schaut, in den Code der lettischen Identität, in die Linien lettischer Zeichen und Schriften, offenbart sich eine ungeahnte Kraft. Und einer kommt zu einem, zwei zu vieren, zehn zu hundert und aus einem werden wieder „wir“.

Geschmückt mit lettischen Zeichen“ ist ein besonderes und einzigartiges Ereignis in der Geschichte des lettischen Bühnen-Volkstanzes, denn anstelle des gewohnten Formates eines Stadions oder einer Bühne ordnen sich die Choreographien in einer virtuellen Umgebung, wobei hunderte von Tänzerinnen und Tänzern mit der Tradition, den Animationen und Schnittmöglichkeiten verschmelzen. Die Tonqualität der Aufführung ist eine Premiere im Kontext des Volkstanzes: Der Tonregisseur Kaspars Bārbals hat im Studio „LAUSKA“ den Soundtrack der Aufführung im hochauflösenden Dolby Atmos Format gestaltet und erlaubt es somit, fünfzehn originale, auf Volkswaisen beruhende Musikstücke von Mārtiņš Miļevskis zu genießen.

 

Bei der Entstehung der multimedialen Tanzshow „Geschmückt mit lettischen Zeichen“ haben mehr als 600 lettische Bühnen-Volkstänzer aus 17 lettischen Tanzensembles mitgewirkt, zudem der Chor „Anima“ aus Saulkrasti, die Trommel- und Dudelsackgruppe „Auļi“, die Musiker Otto Trapāns, Undīne Balode, Jānis Kalniņš und Latvīte Cirse. Die künstlerische Arbeitsgruppe des Projektes bestand aus der Choreographin Dagmara Bārbele, dem Komponisten Mārtiņš Miļevskis, dem Regisseur Reinis Suhanovs, dem Videokünstler Reinis Blūms, dem Tonregisseur Kaspars Bārbals und der Autorin des vokalen Arrangements, Laura Leontjeva.

 

Der multimediale Tanzfilm „Geschmückt mit lettischen Zeichen“ entstand in Zusammenarbeit mit dem Nationalen Kulturzentrum Lettlands und der Tanzgruppe „Vektors“ entstanden.

 

Einzelne Szenen beinhalten grelles Licht, das sich auf Menschen mit einer Disposition für lichtabhängige Epilepsie auswirken kann.

 

Filmlänge: 1h 16min

Vertrieb: Nationales Kulturzentrum Lettlands

Regisseure: Dagmara Bārbale, Reinis Suhanovs

 

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Lesung

Lesungen lettischer Gedichte in Kooperation mit der Künstlergilde Esslingen e.V.

In deutscher Sprache

 

 

Freitag, 17. Juni 16:00 Uhr

Gemeindehaus am Blarerplatz in Esslingen am Neckar

 

 

Wer sich noch eingehender und tiefer mit der lettischen Literatur auseinander setzten möchte, ist bei dieser Veranstaltung genau richtig!

 

In Kooperation mit der Künstlergilde Esslingen e. V. laden wir Sie zu einer literarischen Reise nach Lettland ein. Es werden Gedichte und Texte von lettischen AutorInnen und DichterInnen wie Rainis, Aspazija, Vizma Belsevica u.a. übersetzt in deutscher Sprache vorgetragen. Aber nicht nur das, auch Gedichte deutscher Autoren mit einem Bezug zu Lettland werden vorgestellt: Vegesack, Erhardt, und einige andere. Wussten Sie eigentlich, dass der so beliebte deutsche Humorist, Schauspieler und Kabarettist Heinz Erhardt in Riga geboren wurde und auch im Fahrstuhl eines Wohnhauses in der lettischen Hauptstadt seine spätere Ehefrau kennengelernt hat?

 

Ergänzend werden Bilder zeitgenössischer Motive im Exlibris-Stil des lettischen Künstlers Imants Ozolins (1930-2018) aus Esslingen und Lettland ausgestellt. Imants Ozolins kam öfters zu Besuch nach Esslingen und hat sich hier für seine Werke von der schönen Landschaft und dem malerischen Stadtbild inspirieren lassen.

Es lesen: Eva Beylich, Martin Kirchhoff und Rainer Goldhahn.

 

 

Eintritt: kostenlos

 

 

 

Mit Liebe aus Esslingen

Die Konzertaufführung „Mit Liebe aus Esslingen“

 

 

Freitag, 17. Juni 20:00 Uhr

Gemeindehaus am Blarerplatz in Esslingen am Neckar

 

Kurze Einführung in deutscher Sprache um 19:15 Uhr

 

Mit Liebe aus Esslingen“ ist eine musikalische Aufführung, in deren Verlauf 53 Teilnehmer aus sechs Staaten auf der Bühne sein werden und die den Zuschauern einen Einblick in eine der schönsten musikalischen Schöpfungen bieten wird, welche in der lettischen Diaspora entstanden sind.

 

In das Programm der Konzertaufführung sind Lesungen authentischer Briefe eingeflochten, die nach dem Zweiten Weltkrieg aus der und in die lettische Flüchtlingskolonie in Esslingen geschickt worden sind. Sie werden durch die bisweilen filigranen und romantischen Werke der Exildichterin Zinaida Lazda abgerundet.

 

Lieder aus dem Repertoire der legendären Exilgruppe „Die Chicagoer Fünf“ sorgen für die musikalische Untermalung der Aufführung. Praktisch jeder Lette kennt zumindest ein Lied der Band.

 

Ich weiß,

daß wir uns noch einmal wiedersehen werden,

die Frage ist nur,

wann und wo das sein wird. (...)“

 

Was verbindet nun die “Chicagoer Fünf” mit Esslingen?

Der in Riga geborene Gründer der „Chicagoer Fünf“, Alberts Legzdiņš floh im Krieg zusammen mit seiner Mutter nach Polen und später weiter nach Deutschland, wo er sechs Jahre in der lettischen Flüchtlingskolonie in Esslingen lebte. Dort lernte er Akkordeon, Gitarre und Fußball zu spielen. Aus Deutschland wanderte Legzdiņš in die USA aus, zunächst nach Columbus, dann nach Chicago.

 

Im Jahre 1961 gründete Albert nach einem lettischen Jugendtreffen in Chicago mit Gleichgesinnten das satirisch-musikalische Ensemble „Die Chicagoer Fünf“, mit dem er auf Konzertreisen durch verschiedene Kontinente der lettischen Öffentlichkeit ein Begriff wurde.

 

Mit ihrem künstlerischen Schaffen und ihren Sketchen waren die „Chicagoer Fünf“ eine Brücke zwischen den in der Welt verstreuten Letten. Die Popularität ihrer Lieder verband auch die Letten in der Heimat und im Exil untereinander.

 

Regisseurin: Laura Ritenberga-Kindere (Deutschland)

Vokalpädagogin: Ilze Atardo (Italien)

Produzent: Lettischer Kulturverein Saime (Deutschland)

 

 

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150Jahre Sängerfest

Vortrag mit musikalischer Begleitung „150 Jahre lettisches Liederfest“

 

Samstag, 18. Juni 11:00 Uhr

Gemeindehaus am Blarerplatz in Esslingen am Neckar

Mit deutschen Untertiteln

 

Eine Vorlesung für jene, die mehr über die Geschichte der lettischen Liederfeste von deren Anbeginn bis heute erfahren wollen.

 

In lettischer Sprache mit deutscher Übersetzung.

Die Erzählung wird von einem eigens dafür geschaffenen Kammerchor mit musikalischen Fragmenten bereichert.

 

Anderthalb Jahrhunderte Chorgesang: die Sängerfeste

43.000 Teilnehmer. 500.000 Zuhörer auf der großen Freilichtbühne von Mežaparks. Das sind die Sängerfeste in Zahlen. Noch weit umfassender ist der Einfluss der Sängerfeste auf unser Bewußtsein und in unseren gemeinsamen Emotionen. Die Sängerfeste haben eine wechselvolle Geschichte und verschiedene Anhaltspunkte gehabt, aber unverrückbar ist der Kern geblieben – das Singen als Symbol einer immerwährenden Wiedergeburt und Erneuerung.

Was hat den Sängerfesten zu ihrer andauernden Lebenskraft verholfen? Was hat sich verändert, was ist verlorengegangen, was hat eine neue Form gefunden? Wie war die Vergangenheit dieser Feste und wie sehen wir deren Zukunft? Das sind Fragen, die einen bewegen, zurückkehren aber auch zugleich neue Wege für den Fortgang der Sängerfeste suchen lassen.

 

Ilze Šarkovska-Liepiņa, Dr. art., Musikologin, Forscherin am Institut für Literatur, Folklore und Kunst der Universität Lettlands. Ihr Interesse gilt sowohl der Musikgeschichte Lettlands als auch der zeitgenössischen Musik. Sie ist Herausgeberin und Mitautorin der kollektiven Monographie „Der Musikcode der Letten: Versionen über die Musik zur Jahrhundertwende“ und Autorin der Monographie „Die Musik Lettlands in der Renaissance: Vorboten, Reifezeit, Kontexte“ (2020). Zur Zeit leitet sie das Projekt des Bandes zum 150. Jubiläum der Sängerfeste.

 

 

Eintritt: kostenlos

 

 

 

Kokle-Konzert

Lettisches Zither-Konzert „Gehe singend sorgenfrei“

 

 

Samstag, 18. Juni 11:15 Uhr

Münster St. Paul in Esslingen am Neckar

 

 

Man sagt, die Kokle sei das Instrument der lettischen Seele. Es handelt sich um eine Art lettische Zither. In ihrem Klang können wir sowohl Freude als auch Schmerz hören und uns singend ausdrücken. Um genau diese Vielfalt an Stimmungen zu präsentieren, haben wir das Kokle-Konzert in Esslingen vorgesehen.

 

Fröhliche, traditionelle Polka-Klänge und sehnsuchtsvolle Volksliedbearbeitungen werden sich mit Postfolk-Rhythmen abwechseln. Die feinen Schwingungen der Konzert-Kokle und der Zauber der traditionellen Stimmen werden am Ende des Konzertes mit dreißig Kokle-Instrumenten aus acht europäischen Staaten im gemeinsamen fröhlichen Volkslied „Es par bēdu nebēdāju“ (“Gehe singend sorgenfrei”) münden.

 

Konzertteilnehmer:

  • Die Gruppe „Vakareiropas koklētāji“ (“Kokle-Spieler des Abendland-Europas”)

  • Laima Spanheimer aus Frankfurt/Main an der Konzert-Kokle

  • Die Kokle-Spieler der Berliner Folkgruppe „Rīta rasa“ (“Morgentau”)

  • Die Kokle-Spieler der Luxemburger Kinder-Folkloregruppe „Mazās dzērves“ (“Kleine Kraniche”)

  • Die Postfolk-Gruppe „Rudzurika“ aus Luxemburg

  • Als besonderer Gast: Die Ethno-Musikwissenschaftlerin und Sängerin Zane Šmite

 

 

Eintritt: kostenlos. Spenden erwünscht.

 

 

Festkonzert

Festkonzert „Lass die Sonne erblühen“

 

Samstag, 18. Juni 17:00 Uhr

Neckar Forum in Esslingen am Neckar

 

Im Herzen der Stadt Esslingen und in freudiger Erwartung der Sonnenwende und der berauschenden Düfte der Wiesenblumen werden wir, die aus der weiten Welt angereisten Gäste, zum Festkonzert zusammenkommen. Aus dem Wort wird ein Lied, aus dem Klang wird Musik, ein Schritt wird sich in einen Tanz verwandeln und das Herz jedes

Teilnehmers mit Freunde erfüllen. Seien Sie Teil der Welle aus Gesang und Tanz, bei der sich alle und alles begegnen werden: Geschichte und Gegenwart, Volkstanz und Folklore, klassische Chor- und Volksmusik, Profis und begeisterte Amateure, jung und alt, Letten und ihre Freunde!

 

Beim Festkonzert werden insgesamt rund 850 Teilnehmer in 56 künstlerischen Gruppen aus 14 Ländern Europas zugegen sein.

Im Repertoire werden Sie Lieder von den ersten Esslinger Liederfesten oder „Sängertagen“ hören, wie diese im Jahre 1947 hießen. Wir werden eine von Guntars Račs (Lettland) und Lolita Ritmane (USA) eigens komponierte „Hymne für die Kinder der Diaspora“ und lettische Volkslieder in Bearbeitungen populärer Komponisten verschiedener Epochen hören.

Die Tänzer und Folkloregruppen werden lettische Tänze präsentieren oder auch die Zuschauerinnen und Zuschauer dazu auffordern. Zum ersten Mal wird ein eigens für dieses Esslinger Fest geschaffener Tanz „Begegnung in Esslingen“ aufgeführt werden, bei dem als Grundidee lettische und deutsche Volkstanzschritte und -melodien vereint wurden. Die Autoren dieser Neuschöpfung sind die Choreographin Indra Filipsone und der Ethnomusiker Ēriks Zeps zusammen mit der Post-Folk-Gruppe „Rikši“.

Während des knapp drei Stunden dauernden Konzertes werden wir versuchen, uns und den Teilnehmern das Gefühl der Zusammengehörigkeit im magischen Flair der Sommersonnenwende zu vermitteln.

Genau so, wie es im „kleinen Lettland“ war, wie die hier lebenden Letten Esslingen vor 75 Jahren nannten!

 

Moderation der Veranstaltung:

Schauspielerin Lelde Vikmane (Frankreich) und

der in Lettland lebende deutsche Sänger Jöran Steinhauer

Ehrendirigenten:

Lilija Zobens (Großbritannien)

Ivars Cinkuss (Lettland) und

Romāns Vanags (Lettland)

Regisseur des Konzertes: Sandis Kalniņš (Lettland)

Leiter der Sparten:

Tanz – Solveiga Slaidiņa (Irland)

Chöre – Ilze Atardo (Italien)

Folklore – Aiga Ožehovska (Luxemburg)

Theater – Laura Ritenberga-Kindere (Deutschland)

 

 

Die Teilnahme am Festkonzert ist kostenlos!

Alle sind herzlich eingeladen zuzuschauen und mitzusingen!

 

Festball

Festball mit Livemusik beim lettischen Lieder- und Tanzfest „Esslingen 75“

 

 

Samstag, 18. Juni 21:30 Uhr

Neckar Forum in Esslingen am Neckar

 

 

Als krönenden Abschluss des Tages nach dem Festkonzert laden wir die SängerInnen, TänzerInnen und weitere TeilnehmerInnen sowie die Gäste des lettischen Kulturfestes zum Ball mit Livemusik ein.

Es treten unterschiedliche Künstlerinnen und Künstler auf, darunter der deutsche Singer-Songwriter Jöran Steinhauer, der seit Jahren in Lettland lebt und das Land beim Eurovision Song Contest 2014 vertreten hat.

Des Weiteren spielt die lettische Folk-Pop-Gruppe „Austrumkalns“ („Ost-Berg“). Die vier Lettinnen leben bereits in der zweiten Generation in London. Mit arrangierten Volksliedern und ihren eigenen Songs bringen sie jeden in Schwung!

Eine weitere Band namens „Dzelonis“ („Stachel“) wird lettische Exil-Rockmusik und Eigenkompositionen mit Texten lettischer Exil-Dichter präsentieren.

Last but not least tritt auch die lettische Pop-Sängerin Olga Rajecka auf. Es gibt kaum jemanden in Lettland, der sie oder ihr Lied „Wirst du mich lieben, wenn ich nicht mehr 16 bin?“ nicht kennt.

Es ist eine einmalige Gelegenheit in die verschiedenen Rhythmen einzutauchen und zu einer musikalischen Reise nach Lettland aufzubrechen.

 

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Johanni

Traditionelle Einstimmung auf die Sonnenwende mit Folkloregruppen

 

 

Sonntag, 19. Juni 12:00 Uhr

Auf dem Hafenmarkt in Esslingen am Neckar

 

 

Die Johanniszeit ist die Zeit, wenn die ganze Erde und das Gras blühen, wenn man noch eine Menge bis zum Johannisabend vorbereiten muß, und den reichen Schatz an Ligo-Liedern durchsingen sollte. Man sagt ja, die Johannisnacht ist kurz, aber Lieder gibt es so viele…

 

Diese Einstimmung ins Johannisfest werden wir auch in Esslingen am Sonntagmorgen um 12:00 Uhr auf dem Hafenmarkt erleben.

Die Rolle der “Johanniskinder” werden dabei die Erwachsenen-Folkloregruppen „Druvas Zemturi“ aus dem Kreis Saldus (Lettland), „Rīta rasa“ (“Morgentau”) aus Berlin und „Dzērves“ (“Kraniche”) aus Luxemburg spielen, ebenso die Kinder-Folkloregruppen „Ābolīši” (“Äpfelchen”) aus Südeuropa, „Bergausis“ aus Bergen (Norwegen), “Guntiņas” aus Paris, „Mazās dzērves“ (“Kleine Kraniche”) aus Luxemburg und „Stārķīši“ (“Kleine Störche”) aus Den Haag (Niederlande).

 

Für fröhliche Musik zum Tanz werden die Postfolk-Gruppe „Austrumkalns“ (“Ost-Berg”) aus London und die lettische Tanzgruppe „Elbe“ aus Hamburg sorgen. Einen besonderen Akzent auf der Kokle (eine Art lettische Zither) wird die Gruppe „Vakareiropas koklētāji“ (“Kokle-Spieler des Abendland-Europas”) beisteuern. Zusammen werden wir die Johannisstimmung, die faulen Johanniskinder und alle nicht getane Arbeit besingen, Johannisreigen gehen und tanzen. Macht einfach mit!

 

 

Wir laden einen jeden Interessenten dazu ein, kostenlose Teilnahme!

 

 

 

Geistl. Konzert

Andacht und Konzert geistlicher Musik „Gib uns Kraft“

 

 

Sonntag, 19. Juni 13:00 Uhr

Stadtkirche St. Dionys in Esslingen am Neckar

 

Am 19. Juni wird der Marathon des Esslinger Lieder- und Tanzfestes mit einer geistlichen Vertikale abgeschlossen – mit einer Andacht und einem Konzert geistlicher Musik in der Stadtkirche St. Dionys.

 

Die Andacht wird Erzbischof emeritus Elmārs Ernsts Rozītis leiten. Die Konzertbesucher werden eingeladen sein, innezuhalten, die Gedanken zu sammeln, einzukehren und zusammen mit den Musikern im Gebet für Frieden und Freiheit in Lettland und der ganzen Welt vereint zu sein.

 

Das Programm beinhaltet Kammermusik lettischer Komponisten und Chorlieder von Werken vom Klassiker Emils Dārziņš bis zum zeitgenössischen Ēriks Ešenvalds.

 

Die lettische Kammermusik wird wiedergegeben von professionellen Musikern aus Stuttgart – Andra Dārziņa (Altvioline), Valdis Bizuns (Trompete), Marta Femenia (Flöte) und Kristiāna Ādamsone (Sopran) sowie von Laura Zariņa aus Frankfurt (Violine) und der Organistin Ilze Kroja-Dūmiņa aus Graz.

Am Konzert werden folgende Chöre der Festtage teilnehmen: Der Luxemburger lettische Chor „Meluzīna“ (Leitung: Jūlija Norvele), der Chor „Latve“ aus Paris (Leitung: Ināra Braže), der Londoner lettische Chor (Leitung: Lilija Zobens), der Chor „Ziemeļjūra“ aus Den Haag (Leitung: Anna Foglemane), der Münchner gemischte Chor „Laima“ (Leitung: Alexander Mathewson), der lettische Chor „Saule“ aus Italien (Leitung: Ilze Atardo), der Frankfurter Frauenchor „Silava“ (Leitung: Laura Zariņa), der Frauenchor „Lība“ aus Ventspils/Windau (Lettland) (Leitung: Margita Kronberga) und die „Stokholmerinnen“ (Leitung: Sandra Leja Bojsten). Als Dirigenten – die Chordirigenten und die leitenden Dirigenten des XXVII Allgemeinen Lettischen Sängerfestes Lilija Zobens und Ivars Cinkuss.

 

 

Eintritt: kostenlos. Spenden erwünscht.

 

 

Handwerkermarkt

Lettischer Kunst- und Handwerkermarkt

 

Freitag, 17. Juni von 10:00 bis 18:00 Uhr

Samstag, 18. Juni von 10:00 bis 18:00 Uhr

Sonntag, 19. Juni von 11:00 bis 16:00 Uhr

 

Altes Rathaus in Esslingen am Neckar

 

Im Herzen der Stadt Esslingen - im Alten Rathaus - und im Rahmen des lettischen Lieder-

und Tanzfestes findet vom 17. bis 19. Juni der lettische Kunst-, Design- und

Handwerkermarkt statt. Unsere Aussteller und Verkäufer präsentieren Ihnen ein

breites Spektrum und eine reiche Vielfalt angewandter Volkskunst: Töpferei,

Lederverarbeitung, Objekte aus Holz, Schmuck, Bernstein, Kosmetik und

Körperpflege, Strickwaren und vieles mehr. Es sind Meister ihres Faches, die

extra zu diesem Fest aus Lettland angereist sind. Verpassen Sie auf keinen Fall

diese einzigartige Möglichkeit und besuchen Sie den lettischen Handwerker- und Volkskunstmarkt!

 

 


 

Historischer Hintergrund

Geschichte von Letten in Esslingen am Neckar

 

Ausstelung 2017
Er;ffnung 2017
Chorkonyert 2017

Im Jahr 2022 werden schon 75 Jahre vergangen sein seit dem ersten lettischen Sängerfest im Exil in der süddeutschen Stadt Esslingen. Damals befand sich dort eine der größten Kolonien der lettischen Vertriebenen nach dem 2. Weltkrieg, in dem bis zu 7000 Letten lebten. Beim Sängerfest 1947 beteiligten sich an den Konzerten, Theateraufführungen sowie an der Ausstellung, dem Gottesdienst und dem Festumzug mehr als 1000 aktive Teilnehmer. Einige Jahre später begann eine Auswanderungswelle, im Zuge derer die meisten Bewohner der Kolonie in weite Teile der Welt verstreut wurden. Im Mai 1950 wurde das lettische Auffanglager in Esslingen geschlossen.

 

Zu Ehren dieses bedeutsamen historischen Ereignisses der lettischen Exil-Geschichte hat der lettische Kulturverein SAIME e. V. nach 70 Jahren (im Jahr 2017) wieder nach Esslingen eingeladen, um ein Wiedersehen zu feiern! Eingeladen waren alle, die noch immer innerlich mit Esslingen verbunden sind oder auch als Vertriebene in anderen lettischen Kolonien waren. Dieses Fest hat den Auftakt zu den Feierlichkeiten zum 100jährigen Bestehen der Republik Lettland sowie für das XXVI Allgemeine Lettische Sängerfest mit dem XVI Tanzfest im Jahr 2018 gebildet.

 

Das dreitägige Konzertprogramm wurde von 33 lettischen Chören und Tanzgruppen mit insgesamt 700 Sängern und Tänzern aus 11 verschiedenen Ländern gestaltet. Die Esslinger Bürger sowie die angereisten Gäste konnten genauso wie vor 70 Jahren viel vom Reichtum der lettischen Kultur erleben – Lieder, Tänze, Theateraufführungen, Kinovorstellungen, Volkshandwerkskunst, traditionellen Folkloregesang und Folkloretanz, Ausstellungen in dem städtischen Museum „Gelbes Haus“ („Die Letten in Esslingen 1947“) und in der Künstlergilde. Der Höhepunkt des Festes war das Musical „Esslingen“, in dem die Geschichte der Exil-Letten erzählt wird und an dem 60 lettische Darsteller aus sieben Ländern gut neun Monate gearbeitet hatten. Das dreitägige Fest „70 Jahre lettisches Sängerfest in Esslingen“ erreichte eine große Resonanz sowohl in der Stadt Esslingen als auch im lettischen Kulturleben. Das Fest wurde sogar in Lettland für einen Fernseh- und Radio Preis "1 Kilo Kultur" in der Kategorie "Geschehen des Jahres 2017" nominiert!

 

„Ein Fest des Zusammentreffens, der Verständigung

 und der Einheit organisieren!“

Zitat von Valdemārs Kārkliņš / Zeitschrift ”Sauksme” 1947

 

So wurde im Jahr 1947 in der Zeitschrift über das lettische Sängerfest in Esslingen berichtet und so haben wir auch im Jahr 2017 Esslingen erklingen lassen und einen Teil der gemeinsamen Geschichte von Esslingen und Letten erzählt.

 

Hier finden Sie noch mehr Informationen und Eindrücke vom Fest im Jahr 2017:

www.esslingen2017.de

 

 

 


 

 

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